Rezension | Someone New - Laura Kneidl




Titel: Someone New

Originaltitel: Someone New

Reihe: Someone #1

Autor: Laura Kneidl

Verlag: LYX

Genre: Gegenwartsliteratur | Liebe | New Adult

Seitenanzahl: 550

Erscheinungsdatum: Januar 2019

Preis: 12,90 € | Broschiert | Kaufen? 

Leseprobe





Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich deswegen, vor allem weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch seine undurchdringliche Art fasziniert Micah, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält, denn er hat ein Geheimnis - ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte ...


Laura Kneidl kannte ich bisher nur von dem Buch Light & Darkness, welches soweit ich weiß auch ihr erstes veröffentlichtes Buch gewesen ist. Damals mochte ich es gerne und auch ihr Schreibstil gefiel mir. Nachdem "Someone New" nun so gehyped wurde, musste ich es mir einfach kaufen - doch selbst wenn dem nicht so wäre, wäre dieses Buch wohl auch ein absoluter Coverkauf gewesen!


Das Cover ist traumhaft! Ich glaube dieses Mal brauche ich kaum etwas dazu sagen, die Farbtöne harmonieren perfekt miteinander und es ist ein eindeutiger Blickfang!




Micah mochte ich sehr gerne. Sie hat ein gutes Herz, ist Familienbewusst und zudem äußerst originell, was sie dem Leser umso sympathischer macht. Sie ist selbstbewusst, jedoch nicht eingebildet und einfach eine Person, mit der ich persönlich gerne befreundet wäre.


Julian ist von vorne rein ein wenig distanziert, lässt die Leute jedoch trotzdem an sich heran. Er hat auch eine super angenehme Art an sich, ist ein empathischer Mensch mit gutem Humor - also alles in allem mal wieder ein Mann, für den Frauenherzen schlagen.


Für mich war es eine wirklich nette Abwechslung, dass die beiden Hauptprotagonisten nicht, wie in den meisten New Adult Romanen üblich, die Unnahbaren spielen. Eigentlich ist gleich zu Beginn zu erkennen, dass sie einander mögen, was mit einer recht schnell beginnenden Freundschaft belegt wird. Sie streiten sich nicht erstmal groß und haben es auch nicht nötig einander immer wieder voneinander wegzustoßen, um zu verstehen, wie viel ihnen aneinander liegt und selbst wenn sie dann einmal streiten sollten, können sie daraufhin miteinander reden und auf diese Weise die Konflikte lösen.
Ich habe ihrer Beziehung förmlich entgegen gefiebert, habe sowohl ihre Dialoge als auch ihre intimeren Szenen genossen und muss sagen, dass die Entwicklung sehr angenehm verlaufen ist. 

Ich habe den Roman in nur einem Tag durchgelesen und mochte es kaum aus den Händen legen. Sobald ich ein paar freie Minuten hatte, habe ich weitergelesen. Ich mochte den Humor der Protagonisten und auch die Nebencharaktere haben mich verzaubert, auch wenn einige noch recht blass erscheinen.

Zunächst wirkt dieses Buch wie eine absolut typische Geschichte aus dem Genre, am Ende nimmt das Ganze dann jedoch eine unerwartete Wendung. Ich finde es wirklich gut, dass das Geheimnis, welches die Wendung einleitet erst relativ spät "aufgedeckt" wird. Dies lässt den Leser die Message des Buches noch besser begreifen. 

Trotzdem kann ein halbwegs aufmerksamer Leser nach den ersten 100 Seiten bereits erahnen, worum es gehen wird. Die Geschichte - insbesondere die Charaktere - waren mir dann doch etwas zu Klischeehaft und übertrieben. Hierauf folgend blende ich in Schriftfarbe weiß ein, was ich genau meine (um niemanden zu spoilern): Der Bruder ist schwul, die beste Freundin ist eine Teenie-Mutter, Auri ist dunkelhäutig und und und... Es waren alles in allem einfach zu viele "Minderheiten" die dort aufeinander getroffen sind, was einen schon erahnen ließ, dass Julians Geheimnis und seine zum Teil komischen Reaktionen ebenfalls damit zu tun haen muss.

Auch der Titel des Buches ergibt plötzlich einen wirklichen Sinn und ich finde er wurde sehr gut ausgewählt. Mir hätten ein paar mehr Seiten "nach" der Enthüllung gut gefallen, da dies auf mich beinahe ein wenig abgehackt gewirkt hat. Auch fand ich es ein wenig fragwürdig, dass Micah nach der Enthüllung kam fragen gestellt hat und dies einfach hingenommen hat. So sehr man sie auch dafür Ehren mag, dass sie so grandios damit umgegangen ist, realistisch ist dies nicht. Das Ende ist insoweit trotzdem gut gelungen und hat mich begeistern können. Schön finde ich auch, dass die Geschichte um Micah und Julian abgeschlossen zu sein scheint. Im nächsten Band wird es um Auri und Cassie gehen, worauf ich mich bereits freue.


Auf das Nachwort möchte ich auch noch kurz zu sprechen kommen. Es hat mich wirklich berührt und ich finde die Inbezugnahme eines Betroffenen in diesem Kontext wirklich passend. 

"Someone New" wird euch, auch wenn ihr dies zunächst nicht erwarten werdet, mit seiner Thematik überraschen, zum nachdenken anregen, zum lachen bringen und sehr rühren. Laura Kneidls Entwicklung, gerade in Bezug auf Hope & Despair, ist wirklich toll und ich kann nur den Hut vor ihr ziehen. Ich vergebe 4 von 5 Federn.




1. Someone New
2. Someone Else



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