Rezension | All In, Tausend Augenblicke - Emma Scott





Titel: All In, Tausend Augenblicke

Originaltitel: Full Tilt

Reihe: All-In-Duett #1

Autor: Emma Scott

Verlag: LYX

Genre: Gegenwartsliteratur | Liebe | New Adult  | Trauer

Seitenanzahl: 432

Erscheinungsdatum: Oktober 2018

Preis: 12,90 € | Broschiert | Kaufen? 

Leseprobe

 


"Wir haben Augenblicke. Tausende von Augenblicken. Lass uns jeden davon bis zum Letzten auskosten."
Kacey Dawson wollte immer nur Musik machen. Aber selbst der kometenhafte Aufstieg ihrer Band kann sie nicht über ihre innere Einsamkeit hinwegtäuschen. Nach einem desaströsen Konzert in Las Vegas wacht sie mit dem schlimmsten Kater ihres Lebens auf der Couch ihres jungen Chauffeurs Jonah Fletcher auf. Er bietet ihr eine Auszeit von ihrem Leben als Rockstar und den Halt, den sie immer gesucht hat. Schon nach kürzester Zeit verspürt Kacey eine tiefe Verbundenheit zu Jonah - es ist, als wäre er der Teil von ihr, der immer fehlte. Doch Jonah hat ein Geheimnis - so groß und herzzerreißend, dass es ihre Welt für immer auf den Kopf zu stellen droht ...
 

Ich habe mich sehr auf einen New Adult Roman gefreut, nachdem ich zuletzt wieder überwiegend Fantasy-Bücher gelesen habe. Emma Scott als Autorin hat sich einen großen Namen gemacht und hat eine große Fangemeinde, ich habe bisher jedoch noch keines ihrer Bücher gelesen. Umso gespannter war ich auf die erste Geschichte die ich von ihr lesen konnte.

 

Ich möchte euch aber vorwarnen, ich werde in einer Sache spoilern "müssen". Jonahs Geheimnis deckt sich schon innerhalb der ersten Seiten auf, ohne dieses nun aufzudecken ist eine Rezension in meinen Augen leider nicht möglich. Wer also nicht leicht gespoilert werden will, sollte wohl lieber ab jetzt nicht mehr weiterlesen.


Das Cover mit seinen Farben ist ein richtiger Eyecatcher. Wenn man dieses Buch nicht wegen der Autorin oder dem Klappentext kauft, dann doch zumindest wegen des Covers!


Kacey entwickelt sich innerhalb der Geschichte sehr stark und überwiegend ins Positive. Ihr Leben besteht aus Alkohol und Partys, jedoch merkt sie selbst, dass dieses Leben sie nicht ausfüllt und das sie eigentlich etwas anderes für sich will. Der Leser wird hier mitgenommen, auf die Suche nach Kaceys selbst.

 

Jonah ist ein liebenswerter und spannender Charakter und - Hurra! - kein Badboy. Er respektiert Frauen, was ihn mindestens genauso attraktiv macht, wie die meisten Männer in anderen NA Romanen. Es ist interessant mitzuerleben, wie er mit seiner Krankheit und seinem Leben umgeht. Er ist nicht, wie so oft, unfassbar verbittert sondern macht eigentlich eher einen gegenteiligen Eindruck. Auch wenn er nicht glücklich mit der Situation ist, so ist er zumindest der Auffassung das Beste draus zu machen und dafür zu sorgen, dass sich die Leute an ihn erinnern werden. Diese Charaktereigenschaft finde ich tatsächlich sehr beeindruckend und macht ihn auch umso attraktiver!


Den Einstieg in die Geschichte von Kacey und Jonah hat Emma Scott dem Leser sehr einfach gemacht. Man landet mitten im Geschehen und hat es auch nicht mit so klischeebehafteten Charakteren zu tun, wie es oft sonst der Fall ist.


Jonah ist krank. Er ist so krank, dass nur noch einige wenige Monate zu leben hat. Toll fand ich an dieser Stelle, dass der Leser dies auch von vorn herein erfährt und nicht lange im Dunkeln tappt und ebenso ergeht es Kacey. Es wird kein riesiges Geheimnis draus gemacht, sondern alle Charaktere spielen mit offenen Karten. Dies macht die sich anbahnende Liebesgeschichte umso dramatischer, schließlich ist beiden bewusst, dass ihre Liebe sozusagen zum Scheitern verurteilt ist.


Ich finde es rührend, wie Kacey zum Teil so selbstverständlich dafür gesorgt hat, ihre eigenen Gewohnheiten zu ändern. So hat sie beispielsweise ihr eigenes Essverhalten ein wenig angepasst und aufgehört zu rauchen, damit Jonah dem nicht ausgesetzt ist und all dass, noch während sie beide nur befreundet waren.


Die Entwicklung ihrer Romanze ist wirklich schön und realistisch dargestellt. Kacey und Jonah sind sehr unterschiedlich und doch scheint es, als täten sie einander unfassbar gut. Insbesondere der Respekt den beide einander zeigen, macht ihre Beziehung authentischer.  


Der Roman hat mich an vielen Stellen wirklich sehr berührt, denn die Geschichte hatte an genau den richtigen Stelle Dramatik und Emotionalität. Das einzige, was mir tatsächlich nicht so zugesagt hat, sind die Sexszenen in dem Buch. Insbesondere Kacey wirkt oft so, als sei Sex für sie das wichtigste in der Beziehung und als könnte sie es kaum verkraften, auch mal drauf verzichten zu müssen - insbesondere wenn es ihm dann mal nicht so gut ging. An diesen Stellen habe ich mich tatsächlich etwas über Kacey, die ja ansonsten immer unfassbar zuvorkommend und liebevoll ist, geärgert. Wie kann man darüber schmollen, dass der Partner an manchen Tagen einfach die Kraft nicht besitzt?


Ich vergebe wegen der oben benannten Kritik nur 4 von 5 Federn, empfehlen tue ich euch die Geschichte von Jonah und Kacey trotzdem sehr!

 


1. All In, Tausend Augenblicke

2. All In, Zwei Versprechen

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1 Kommentar :

  1. Sie haben eine tolle website. Ich Folge dir regelmäßig. Ich kümmere mich wirklich um Ihre Vorschläge. Danke.

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