[Rezension] Zeitenzauber, Die magische Gondel - Eva Völler





Titel: Zeitenzauber, Die magische Gondel 

Originaltitel: /

Reihe: Zeitenzauber #1 

Autor: Eva Völler 

Verlag: Bastei Lübbe, Baumhaus

Genre: Gegenwartsliteratur | Jugendbuch | Fantasy | Liebe

Seitenanzahl: 366

Erscheinungsdatum: Februar 2014 

Preis: 8,00 € | Broschiert | Kaufen? 




Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen - und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen ... 

 

An dieses Buch bin ich vollkommen offen ran gegangen. Ich habe mich auf ein weiteres Zeitreise-Abenteuer gefreut und versucht mich nicht von der Edelstein-Trilogie beeinflussen zu lassen, da es doch so viele andere Leser getan haben.


Das Cover gefällt mir mit all seinen Details sehr gut. Es ist in Blau gehalten, die Schrift verschnörkelt und Hauptaugenmerk liegt auf einem Mädchen in einem wunderschönen blauen Kleid das auf einer roten Gondel steht. Im Hintergrund ist der Mond zu sehen, der die ganze Szene erleuchtet - welcher in der Geschichte noch eine interessante Rolle spielen wird. Ich finde es wunderschön.






Anna ist eine sympathische Protagonistin, bei der es mich jedoch etwas verwundert hat wie sie sich mit ihrer Situation abgefunden hat. Da landet sie in der Vergangenheit, weiß nicht wann und wie sie in ihre eigenen Zeit zurückkehren kann und erhält auch sonst kaum verwertbare Informationen. Sie nimmt ihr Schicksal sozusagen direkt an, das kann aber auch geschuldet durch ihre starke Persönlichkeit sein. Sie kann sich spontan in allen möglichen Situationen einfinden.


Sebastiano wirkt geheimnisvoll und verschlossen, scheint unnahbar. Er ist genervt von Anna und der Tatsache, dass er sich um sie zu kümmern hat - schließlich hat er genug andere Dinge zu tun. So muss er doch eigentlich die Welt retten. Wer hat da schon Zeit sich um sein Anhängsel zu kümmern? Seine sympathischen Seiten haben sich dem Leser erst nach und nach aufgeschlossen und er blieb mir teilweise leider noch etwas zu blass gezeichnet. 

 


"In Unordnung kommt die Zeit, wenn Wissen aus der Zukunft preisgegeben wird, denn das könnte jemand dazu benutzen, die Zukunft zu verändern." (S. 52 / Clarissa)




Mir gefällt dieses Buch außerordentlich gut. Ich habe es praktisch verschlungen! 

 

Zunächst einmal ein kurzer Vergleich zu der Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier: Letztlich sind es zwei unterschiedliche Geschichte und bis auf die Tatsache das es sich bei beiden Büchern um Zeitreiseromanen handelt und es zwischen den Hauptprotagonisten funkt, geschieht die Reise in die Vergangenheit auf komplett verschiedene Art und Weise. In "Zeitenzauber" reisen die Protagonisten mit einer Gondel in die Vergangenheit, und haben mit anderen Barrieren zu kämpfen als Gwendolyn und Gideon. Beide Geschichten sind mit viel Witz ausgestattet und doch sind es, beide für sich, ganz eigene Abenteuer!


Die Geschichte beginnt mit einem ominösen Brief aus der Vergangenheit, mit dem der Leser zunächst noch nichts anfangen kann. Hierdurch wird das Interesse des Lesers geschürt. 

 

Gleich am Anfang beginnt die Reise in die Vergangenheit, die am Ende des Buches endet. Warum genau es Anna nicht möglich ist zurück in die Zukunft zu gelangen, erfahrt ihr während des Lesens. Die Erzählperspektive ist Annas, wodurch man ihr von vorne rein nahe kommt. 

 

In der Vergangenheit angekommen haben Anna und Sebastiano mit Intrigen und Verschwörungen zu kämpfen. Doch auch kleinere Dinge sorgen dafür, dass insbesondere Anna es nicht gerade einfach hat. So hat sie es zum Beispiel mit einem intergalaktischen Translator, wie Anna ihn getauft hat, zu tun. Dieser verwandelt Begriffe aus der Zukunft in altertümlichere. Wenn sie also einen für uns geläufigen Begriff wie "Film" oder "Toilette" sagen möchte, kommen aus ihrem Mund Begriffe wie "Kostumstück" oder "Abtritt". Toll fand ich auch, dass Anna keinerlei Probleme besitzt sich mit den Venezianern zu verständigen, obwohl sie deren Sprache doch eigentlich nicht beherrscht. Der intergalaktische Translator vollbringt somit einiges. 

 

Venedig ist ein sehr schöner Schauplatz - auch wenn wir es hier mit vielen negativen Seiten Venedigs zu tun bekommen. Das liegt hauptsächlich an der Zeit in der die Geschichte spielt. Der Gestank, der Dreck, der die Straßen ziert. Das historische Venedig wurde dem Leser gut vor Augen gehalten und wirkt sehr lebhaft. Hier lässt sich auch ein Schluss auf die Autorin Eva Völler, die ebenso unter dem Pseudonym "Charlotte Thomas" historische Romane schreibt ziehen. Als Expertin für Venedig weiß sie wirklich, wie man es dem Leser näher bringen kann. 

 

Das sich Anna und Sebastiano näher kommen ist soweit vorhersehbar gewesen und doch mochte ich die Art und Weise wie sie sich näher kamen und kennenlernten. Hier wurde nichts überstürzt.

 

Schlussendlich kann ich der Geschichte guten Gewissens 4,5 von 5 Federn geben. Ein empfehlenswerter Zeitreiseroman mit einem Hauch von Romantik und viel Spaß der jugendlichen Lesern bestimmt zusagen wird.




1. Die magische Gondel

2. Die goldene Brücke

3. Das verborgene Tor

 

Lust auf mehr? Hier einlesen!



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