[Rezension] So kalt wie Eis, so klar wie Glas - Oliver Schlick


 



Titel: So kalt wie Eis, so klar wie Glas

Originaltitel: /

Reihe: /

Autor: Oliver Schlick

Verlag: Ueberreuter Verlag

Genre: Jugendbuch

Seitenanzahl: 384

Erscheinungsdatum: August 2015

Preis: 16,95 € [Gebunden] Kaufen? 

 

 

 

 

Perfekt für die kalte Jahreszeit!



Lichtzeichen im Wald. Ein rätselhafter Fremder. Eine unzerbrechliche Schneekugel. Cora ist wild entschlossen, alldem auf den Grund zu gehen und das Geheimnis ihrer neuen Heimat zu lüften. Sie ahnt nicht, wie sehr sie schon in die Ereignisse verstrickt ist und in welcher Gefahr sie schwebt …


Ich habe von dem Buch bisher ausnahmslos positives gehört und ich konnte durch dieses wunderschöne Cover auch nicht lange dran vorbeilaufen.. Da die Jahreszeit nun absolut passend ist, habe ich spontan zu diesem Buch gegriffen.

Das Cover ist ein absoluter Hingucker. Nicht ohne Grund habe ich dieses Buch bei Lovelybooks als eines der schönsten Cover im Jahr 2015 kategorisiert. Die Farbwahl ist einfach wunderschön und die vielen Details machen das Cover lebendig. Ich finde es passend zum Inhalt, durch das Mädchen, dass die Hauptprotagnonistin darstellt, und den Kreis, oder auch Kugel mit den vielen Schneeflocken, die eindeutig als Hinweis auf die im Buch thematisierten Schneekugeln gilt.


Cora ist dem Leser durchaus von vornerein sympathisch. Sie wirkt ziemlich „echt“ – man könnte sie sich in der Realität somit sicherlich als Klassenkameradin vorstellen. Mich hat es etwas irritiert das sie nach dem Tod ihrer Mutter doch sehr wenig an sie gedacht hat und im Laufe des Buches kaum getrauert hat. 

Sie ist eine liebenswürdige Persönlichkeit und ihre Freundschaft zu Moritz gefällt mir sehr gut, da sie ihn trotz seiner Eigenarten direkt ins Herz geschlossen hat. Sie vertraut auf ihre Mitmenschen, auch wenn diese ihr nicht immer viele Gründe dafür geben, was ich eindeutig als beneidenswert ansehe.

 

Elsa ist der absolute Knaller! Von Seite zu Seite wird sie einfach immer toller! Ihr Charakter gibt der Geschichte einfach den benötigten Pepp. Sie besitzt unglaublich viele Eigenarten, ist trotz ihres Alters absolut fit und hilft wirklich wo sie kann. Sie akzeptiert Cora bei sich, obwohl sie sie nicht kennt und sie niemals hätte aufnehmen müssen. Und nicht nur das – sie lernt, ebenso wie Cora, sie zu lieben. Nach kürzester Zeit wirkt es absolut normal das Cora bei dieser doch etwas abgedrehten, herzlichen Frau wohnt.


Marlene ist ein wirklich interessanter Charakter. Ich führe sie hier mit auf, weil es mir während des Lesens nicht möglich war ihre Absichten zu durchschauen und das soll schon was heißen! Der Leser schwankt dauerhaft zwischen „Ach eigentlich ist sie ja ganz nett“ und „Ist das ihr ernst?“. Sie ist sich ihres guten Aussehens bewusst und spielt bewusst damit und mit Männern, und doch wirkte sie auf mich nicht arrogant oder gar eingebildet.

 

Niklas ist vom Beginn bis zum Ende eher undurchsichtig. Man erfährt im Prinzip nichts über sein früheres Leben und somit weiß der Leser auch nicht wirklich was für ein Mensch er ist. Und doch wird er einem im Laufe des Buches sympathischer, sobald der Leser ein bisschen mehr über ihn erfährt. Am Ende mochte ich ihn wirklich gerne, insbesondere weil er sein Leben aufs Spiel setzt – für andere. Trotzdem fehlte mir als Leserin einfach das Herzflattern und die Freude über sein Dasein und auftreten. Sehr schade.

 

„Jede Kugel, der es gelingt, einen Menschen zu berühren oder für ein paar Momente glücklich zu machen, ist es wert, dass sie erschaffen wird.“ (S. 54/ Jacob Dorneyser)


Das Buch ist wirklich toll. Ich konnte und wollte nicht aufhören zu lesen.

Die Geschichte wurde aus Coras Sicht geschrieben, weswegen man sie zu jeder Zeit gut nachvollziehen kann.

 

Der Mittelteil der Geschichte hat sich leider ein ganz bisschen gezogen, dafür war das Ende sehr spannend, wenn auch meines Erachtens nach etwas zu knapp geraten.

Oliver Schlicks Buch ist an einigen Stellen witzig, was die komplette Grundstimmung auflockert. Die detaillierten Beschreibungen der Schneekugeln hat er fantastisch gemeistert. Daran ist deutlich ersichtlich das er ein toller Autor ist!

 

Die Geschichte hat es mir wirklich angetan. Die Erzählungen der Holle sind bestimmt bei einigen von euch ebenfalls bekannt und die Idee mit den Schneekugeln empfinde ich als originell und einfallsreich.

 

Ich wusste schon lange vor dem Ende des Buches hinter wem sich die Holle verbirgt, was mit Niklas geschieht und vieles weiteres (was ich hier selbstverständlich nicht weiter ausführen möchte). Für mich war es trotzdem vollkommen gelungen, da es immer mal minimale Anspielungen gab, die mir aufgefallen sind, die mit Sicherheit viele andere Leser jedoch übersehen. Das kommt daher, dass der Autor durch seinen Schreibstil der flüssig ist und so viel Spannung mit einherbringt, es geschafft hat, diese Anzeichen so wunderbar zu verpacken, dass es dem Leser tatsächlich nicht auffallen muss.

 

Eine kleine Kritik meinerseits, sind kleine Logikfehler. Diese sind jedoch nicht schwerwiegend. Viel eher habe ich mir an manchen Stellen einfach nicht vorstellen können ob das in der Realität tatsächlich so vorfallen könnte. Ist jedoch keineswegs dramatisch und es sind auch nur Kleinigkeiten die mir hierbei aufgefallen sind.

 

Ich hätte mir einige Stellen gekürzt, andere dafür eher etwas detailliertet gewünscht. Auch die Charaktere hätten noch etwas tiefgründiger sein können. Ansonsten ist dieses Buch jedoch ein tolles Buch - perfekt für die Wintertage!

Ich vergebe 4/5 Federn!

 


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