[Rezension] Letztendlich sind wir dem Universum egal - David Levithan





Titel: Letztendlich sind wir dem Universum egal

Originaltitel: Every Day

Reihe: /

Autor: David Levithan

Verlag: FJB, Fischer

Genre: Gegenwartsliteratur | Jugendbuch | Fantasy | Liebe

Seitenanzahl: 416

Erscheinungsdatum: September 2016

Preis: 9,99 € | Broschiert | Kaufen? 

 


 

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.

 

Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?

 

Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist?

 

Meine Erwartungen waren recht hoch, da mich die Thematik sehr angesprochen hat. Ich habe gehofft das es mich zum nachdenken anregt, insbesondere über die Liebe und wie diese begründet ist.

 

Das Cover gefällt mir leider nicht. Die verschiedenen Gesichter weisen auf den Inhalt hin. Die Schrift hat unterschiedliche Farben, die zwar zueinander passen, es meiner Meinung nach jedoch nur noch unruhiger wirken lassen.

 


Die Idee ist wirklich interessant. Eine Seele, ein Mensch ohne Körper, der dazu verbannt ist Tag für Tag den Körper eines anderen zu "besetzen". Er hat keine Chance auf ein eigenes Leben, sondern muss sich jeden Tag aufs Neue in das Leben eines anderen hineinversetzen und einen Tag lang spielen, als wäre er jemand anderes. 

 

Wenn sich dann eben so eine Seele letztlich in einen Menschen verliebt kann man ja eigentlich davon ausgehen das es kaum gut gehen soll. Wie soll die andere Person sich darauf einlassen können jeden Tag jemand anders zu lieben? Du verliebst dich in den Charakter der Person, doch kannst du damit umgehen wenn deine Liebe täglich eine andere Gestalt annimmt? Mal männlich und mal weiblich ist? Und wie soll man einer Person begreiflich machen was man ist, oder was in einem vorgeht? Wie soll sie das begreifen können? Hat so eine Liebe bestand?


Diese Thematik wird von allen Seiten sehr schön beleuchtet und man kann sich sowohl in Rihannon als auch in A versetzen. 

 

Was mir bei der Geschichte nicht zugesagt hat ist die Tatsache, dass Rhiannon, obwohl sie sich letztlich auf A einlässt, weiter mit Justin zusammen ist. Sie geht ihm fremd und es scheint sie nicht mal großartig zu stören. Er ist in ihren Augen "Nebensache", in den Momenten in denen sie mit A zusammen ist - jedoch hat er das, egal wie er sie behandelt, nicht verdient. 

 

Gut gefallen hat mir, dass man bis zum Schluss nicht einschätzen konnte, ob man das erhoffte Happy End erhält, oder nicht. Es liegt in meiner Natur auf das Beste zu hoffen, umso mehr hat mich das Ende verblüfft. Es hat mir leider nicht besonders zugesagt, da die getroffene Regelung meines Erachtens nach nicht zufriedenstellend war. Eigentlich hatte ich sogar das Gefühl, dass es umso mehr Fragen aufwirft. 

 

Ich vergebe 3,5 von 5 Federn.

 


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